YouTube sperren am iPhone fürs Kind: App, Website, Shorts
Paul Kasten, Gründer von TaskBlue · Aktualisiert am · 7 Min. Lesezeit
Ganz sperrst du YouTube mit Apples Bildschirmzeit: Unter Einstellungen > Familie > Name deines Kindes > Apps & Websites tippst du YouTube an und dann auf „App blockieren“. Blockiere dort auch die Website youtube.com, sonst schaut dein Kind in Safari weiter. Nur die Shorts sperrt die Bildschirmzeit nicht. Dafür setzt du bei einem YouTube-Konto mit Elternaufsicht im Familiencenter das Limit für den Shorts-Feed auf null Minuten.
Ab wann YouTube erlaubt ist
In den deutschen Nutzungsbedingungen von YouTube steht: Den Dienst darf nutzen, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Kinder jeden Alters dürfen YouTube und YouTube Kids nutzen, wenn ein Elternteil zustimmt, und unter 18 brauchen Jugendliche die Erlaubnis der Eltern. Ein eigenes Google-Konto verwalten dürfen Kinder in Deutschland laut Google ebenfalls erst ab 16. Für Jüngere legen Eltern ein Konto an und verwalten es. Im deutschen App Store hat die YouTube-App die Altersfreigabe 13+, YouTube Kids hat 4+.
Für dich heißt das: YouTube ist bei 9- bis 15-Jährigen nicht verboten, sondern deine Entscheidung. Du kannst die App sperren, sie mit einem Konto mit Elternaufsicht begleiten oder für jüngere Kinder YouTube Kids nehmen. Die drei Wege zeigt dieser Ratgeber nacheinander.
Die YouTube-App ganz sperren
Mit der Familienfreigabe sperrst du YouTube von deinem eigenen iPhone aus. Laut Apple öffnest du Einstellungen > Familie, tippst auf den Namen deines Kindes und dann auf Apps & Websites. In der Liste der erlaubten Apps tippst du YouTube an und dann auf „App blockieren“. Die App wird laut Apple auf dem Homescreen abgeblendet angezeigt, aber nicht gelöscht. Die Menünamen gelten für iOS 27, in älteren Versionen heißen sie teils anders.
Ist YouTube noch nicht installiert, hilft die Altersfreigabe. Unter Apps & Websites > Beschränkungen legst du fest, bis zu welcher Altersfreigabe dein Kind Apps laden darf. Wählst du eine Freigabe unter 13+, bekommst du laut Apple eine Mitteilung, wenn dein Kind eine App mit höherer Freigabe laden will, also auch YouTube.
youtube.com im Browser nicht vergessen
YouTube läuft auch auf youtube.com. Ist nur die App blockiert, schaut dein Kind in Safari weiter. Laut Apple tippst du unter Apps & Websites auf die Hinzufügen-Taste, gibst youtube.com ein und blockierst die Website. Strenger ist „Zum Surfen anfragen“: Dann muss dein Kind jede neue Website bei dir anfragen. Laut Apple gilt das ab iOS 27 in Safari und anderen unterstützten Browsern und ist für Kinder unter 13 standardmäßig eingeschaltet. Welche anderen Lücken die Bildschirmzeit hat, zeigt Bildschirmzeit umgehen.
Nur die Shorts sperren
Viele Eltern stört nicht YouTube an sich, sondern der Shorts-Feed, in dem ein kurzes Video aufs nächste folgt. Eine Einstellung nur für Shorts hat die Bildschirmzeit nicht: Sie blockiert ganze Apps und Websites. YouTube selbst hat dafür seit Anfang 2026 ein Limit für Eltern. Laut YouTube-Blog ist es seit April 2026 in Europa verfügbar.
Es setzt ein Konto mit Elternaufsicht voraus (siehe nächster Abschnitt). Laut YouTube-Hilfe legst du im Familiencenter von YouTube unter Zeitmanagement ein Tageslimit für den Shorts-Feed fest, auch null Minuten. Ist das Limit erreicht, kann dein Kind für den Rest des Tages nicht mehr durch den Shorts-Feed scrollen. Am nächsten Morgen wird es automatisch zurückgesetzt. Das Limit gilt für den Shorts-Feed, nicht für normale Videos. Ohne Elternaufsicht kann sich dein Kind selbst ein Shorts-Limit setzen, das es laut YouTube aber wegklicken kann.
YouTube mit Elternaufsicht
Für Kinder unter 13 gibt es das Kinderkonto mit Elternaufsicht. Seit April 2026 lässt es sich laut YouTube auch direkt in YouTube anlegen, nicht nur über Google Family Link. Du wählst eine Inhaltsstufe: „Ältere Kinder“ zeigt grundsätzlich Inhalte, die für Zuschauer ab 9 Jahren eingestuft sind, „Jugendliche“ ab 13, „Ältere Jugendliche“ ab 16. Videos mit Altersbeschränkung sind unter 18 in keiner Stufe verfügbar.
Für 13- bis 17-Jährige gibt es das Teenagerkonto mit Elternaufsicht. Es ist freiwillig: Du und dein Kind müsst beide zustimmen, und laut YouTube kann jeder von euch die Aufsicht jederzeit beenden. Du siehst dann zum Beispiel, wie viele Videos dein Kind hochlädt, wie viele Kommentare es schreibt und wie viele Kanäle es abonniert hat, und bekommst eine E-Mail, wenn es ein neues Video veröffentlicht oder live geht. Im Familiencenter stellst du außerdem das Shorts-Limit, die Pausen-Erinnerung und die Erinnerung an die Schlafenszeit ein.
Die beiden Erinnerungen sind laut YouTube für 13- bis 17-Jährige standardmäßig an. Sie sind aber Hinweise und keine Sperre: Die Erinnerung an die Schlafenszeit kann dein Kind schließen oder 15 Minuten später erneut anzeigen lassen. Ohne Konto mit Elternaufsicht bleibt der eingeschränkte Modus von YouTube. Er muss laut YouTube auf jedem Gerät und in jedem Browser einzeln eingeschaltet werden, am iPhone unter Profilbild > Einstellungen > Allgemein.
YouTube Kids für jüngere Kinder
YouTube Kids ist eine eigene App mit kindgerechten Videos. Laut YouTube gibt es drei Altersstufen: bis 4 Jahre, 5 bis 8 und 9 bis 12. Dein Kind kann die App auch ohne Anmeldung nutzen. In den Einstellungen der App stellst du einen Timer ein. Ist die Zeit abgelaufen, sperrt sich die App und zeigt „Die Zeit ist um“. Will dein Kind mehr sehen als in YouTube Kids, bekommt es mit dem Kinderkonto mit Elternaufsicht das normale YouTube in der Inhaltsstufe, die du wählst.
Nur zu bestimmten Zeiten
Oft soll YouTube nicht ganz weg sein, sondern zum Beispiel in der Schule, bei den Hausaufgaben oder nachts. Mit dem „Zeitplan für Bildschirmzeit“ legst du laut Apple Zeitfenster wie „Vor der Schule“, „Schule“ und „Nach der Schule“ für Wochentage und Wochenenden fest und bestimmst für jedes Fenster, welche App-Kategorien erlaubt sind. Mit „Nutzungszeiten“ begrenzt du, wie lange dein Kind Apps einer Kategorie nutzen kann. Ein solches Limit gilt für alle Apps der Kategorie, nicht nur für YouTube. Welche Regeln ihr vereinbart, könnt ihr in einem Mediennutzungsvertrag festhalten.
Wo TaskBlue hilft
TaskBlue ist für Eltern, die YouTube zu festen Zeiten weg haben wollen. TaskBlue sperrt YouTube nicht bloß, es macht die App unsichtbar: Im Fokus verschwindet sie ganz vom Homescreen, zum Beispiel in der Schule, nach Zeitplan oder morgens bis zum Scan beim BlueTag-Wecker. Danach ist sie wieder da. Du wählst einmal mindestens drei Apps oder eine Kategorie aus, also YouTube zusammen mit anderen ablenkenden Apps. Unter „Websites unsichtbar machen“ wählst du YouTube zusätzlich aus, dann öffnet sich youtube.com während des Fokus nicht in Safari und anderen Browsern.
Der BlueTag ist ein kleiner Schlüsselanhänger, der bei TaskBlue dabei ist und bei den Eltern bleibt. Ein Scan mit dem BlueTag holt die Apps früher zurück. TaskBlue macht immer die ganze YouTube-App unsichtbar. Willst du nur die Shorts loswerden, ist YouTubes Shorts-Limit der richtige Weg. Soll YouTube für immer weg sein, ist es Apples „App blockieren“. TaskBlue gibt es nur fürs iPhone. Wie es sich von der Bildschirmzeit unterscheidet, zeigt der Vergleich.
YouTube am iPhone deines Kindes sperren in vier Schritten
- 1
Entscheiden, was weg soll
Klär mit deinem Kind, ob YouTube ganz wegbleibt, nur zu bestimmten Zeiten oder ob nur die Shorts verschwinden.
- 2
Die App blockieren oder einplanen
Tippe unter Einstellungen > Familie > Name deines Kindes > Apps & Websites auf YouTube und „App blockieren“, oder leg einen Zeitplan für Bildschirmzeit an.
- 3
youtube.com blockieren
Blockiere unter Apps & Websites auch die Website youtube.com oder schalte „Zum Surfen anfragen“ ein.
- 4
Shorts begrenzen
Bleibt YouTube erlaubt, richte ein Konto mit Elternaufsicht ein und setz im Familiencenter unter Zeitmanagement das Shorts-Limit, wenn nötig auf null Minuten.
Häufige Fragen
Kann ich nur YouTube Shorts sperren?
Nicht mit der Bildschirmzeit, sie blockiert nur ganze Apps und Websites. Bei einem YouTube-Konto mit Elternaufsicht setzt du im Familiencenter unter Zeitmanagement das Limit für den Shorts-Feed auf null Minuten. Normale Videos bleiben dann verfügbar.
Ab wie viel Jahren ist YouTube erlaubt?
Laut den deutschen Nutzungsbedingungen ab 16 Jahren. Jüngere Kinder dürfen YouTube und YouTube Kids nutzen, wenn ein Elternteil zustimmt. Im App Store hat YouTube die Altersfreigabe 13+.
Kann mein Kind YouTube im Browser weiter nutzen?
Ja, wenn nur die App blockiert ist. Blockiere in der Bildschirmzeit unter Apps & Websites zusätzlich die Website youtube.com oder schalte „Zum Surfen anfragen“ ein.
Sieht mein Kind, dass YouTube blockiert ist?
Ja. Eine App, die du in der Bildschirmzeit blockierst, wird laut Apple auf dem Homescreen abgeblendet angezeigt. Bei TaskBlue verschwindet YouTube im Fokus ganz vom Homescreen und ist danach wieder da.
Geht das auch auf Android?
Die Schritte zur Bildschirmzeit gelten nur fürs iPhone. Das Konto mit Elternaufsicht und das Shorts-Limit sind Funktionen von YouTube und hängen nicht am Handy. TaskBlue gibt es nur fürs iPhone.
Quellen
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
- Nutzungsbedingungen (Deutschland), Abschnitt „Wer darf den Dienst nutzen?“, YouTube, 2022
- Mindestalter für Google-Konten, Google-Konto-Hilfe, 2026
- YouTube im App Store (Altersfreigabe), Apple App Store, 2026
- YouTube Kids im App Store (Altersfreigabe), Apple App Store, 2026
- Den Zugriff von Kindern auf Apps und App-Anfragen auf dem iPhone, iPad und Mac verwalten, Apple Support, 2026
- Die Kindersicherung einrichten, um das iPhone oder iPad deines Kindes zu verwalten, Apple Support, 2026
- Block or allow access to apps and websites, Apple Support, Apple Devices for Kids and Families, 2026
- Zeitpläne und Nutzungszeiten für „Bildschirmzeit“ auf dem Gerät deines Kindes einrichten, Apple Support, Apple-Geräte für Kinder und Familien, 2026
- Neue Wege zur Unterstützung von Familien und Jugendlichen auf YouTube, YouTube Blog, 2026
- Helping families across Europe build healthy digital habits, YouTube Blog, 2026
- Einstellungen im Familiencenter verwalten (iPhone und iPad), YouTube-Hilfe, 2026
- Limit für den Shorts-Feed festlegen, YouTube-Hilfe, 2026
- Die beste Option für die eigene Familie, YouTube-Hilfe, 2026
- Inhaltseinstellungen für Kinder und Jugendliche auf YouTube, YouTube-Hilfe, 2026
- Teenagerkonto mit Elternaufsicht, YouTube-Hilfe, 2026
- Die Funktion „Mach mal eine Pause!“ (iPhone und iPad), YouTube-Hilfe, 2026
- Erinnerung an Schlafenszeit festlegen (iPhone und iPad), YouTube-Hilfe, 2026
- Eingeschränkten Modus aktivieren oder deaktivieren, YouTube-Hilfe, 2026
- Wichtige Informationen zu YouTube Kids für Eltern, YouTube für Familien, Hilfe, 2026
- Bildschirmzeit bei YouTube Kids begrenzen, YouTube für Familien, Hilfe, 2026
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